
Am 2. September 2017 fand das Festival erstmals vor rund 600 Gästen statt und wurde von hauptberuflichen Polizisten der Polizei Berlin in privater initiative ins Leben gerufen. Die Idee war, Berliner Bands unterschiedlicher Stilrichtungen für einen gemeinsamen Konzertabend auf die Bühne zu bringen und dabei Polizistinnen und Polizisten - selbst Musikerinnen und Musiker - mit ihren privaten Bands eine Plattform zu geben, ihre musikalische, kreative und vor allem menschliche Seite zeigen können. Eine Seite, die im beruflichen Alltag unter der Uniform von Bürgerinnen und Bürgern häufig nicht wahrgenommen wird. Gleichzeitig sollte das Festival Polizeiangehörige mit Bürgerinnen und Bürgern über das alle verbindende Medium Musik zusammenbringen und gemeinsam für eine gute Sache einstehen.

Inzwischen fördert das Festival auch den musikalischen Nachwuchs und "Underground", indem ambitionierten, noch nicht überregional bekannten Bands die Chance gegeben wird, auf so einer Bühne mit großen Headlinern zu stehen. Unter anderem legendäre Bands, wie die MÜNCHENER FREIHEIT oder OOMPH! waren bereits Headliner des Festivals und haben sich der Sache angeschlossen.
Arthendria möchte Begegnungen schaffen, gegenseitiges Kennenlernen ermöglichen und damit Respekt, Achtung, Verständigung, Toleranz und Solidarität fördern. Menschen sollen hier die Gelegenheit bekommen, miteinander ins Gespräch zu kommen, gemeinsam Musik zu erleben und sich auf einer persönlichen Ebene zu begegnen und kennenzulernen. Damit soll das Festival auch einen Beitrag dazu leisten, bestehende Berührungsängste und Vorurteile abzubauen.
Denn unter jeder Uniform steckt immer ein Mensch – mit Interessen, Leidenschaften, Kreativität und einer eigenen Geschichte. Und diesen Menschen soll das Arthendria-Festival sichtbar machen.

Inzwischen hat sich das Festival zu einem ausgewachsenen Festival entwickelt, das an zwei Tagen mit insgesamt 1600 Gästen stattfindet. Es hat sich über die Berliner Stadtgrenze hinaus einen Namen gemacht, wird in allen anderen Bundesländern und inzwischen sogar darüber hinaus wahrgenommen, so dass sich nicht nur Bands aus Berlin, sondern aus ganz Deutschland und dem Ausland bewerben. Sie wertschätzen den Zweck und Wert des Festivals, wollen sich der Sache anschließen und Seite an Seite mit uns für eine gute Sache einstehen.
Dabei verfolgt der Veranstalter mit dem Festival keine eigene, finanzielle Gewinn-Absicht. Stattdessen werden durch den Verkauf der Tickets die Veranstaltungs- und Gewerbekosten gedeckt und mit dem Reinerlös eine möglichst hohe Spendensumme zusammentragen, die dann vom Veranstalter für wohltätige Zwecke gespendet wird.
Außerdem haben sich Unterstützer, wie der European Police Car Unit e.V. und die Motorradfahrer-Community "Raccoons", der Social Cop, die German Garrison mit dem Echo Nova Squad als originale Star Wars-Show, Lumine Ignis - Feuer und Licht mit einer spektakulären Feuershow und der "Menschenfreunde e.V. - on the Road" (eine Biker-Community unterwegs für den guten Zweck) angeschlossen und haben das Festival mit beeindruckenden Rahmenprogrammen unterstützt.

Auch die Medien wurden schon zahlreich auf das Festival aufmerksam und leisteten großartige Unterstützung. Allen voran ist Simone Panteleit, Moderatorin der Morgen-Sendung "Unser Team für Berlin" beim Berliner Rundfunk, dem Sat.1 Frühstücksfernsehen und dem großen Berliner Rundfunk Open Air in der Wuhlheide zu erwähnen, die das Festival seit vielen Jahren unterstützt und in ihrer Morgensendung präsentiert. Weitere Sender, wie Star FM oder Zeitungen, wie die B.Z. und der Berliner Kurier berichteten bereits mit ganzseitigen Beiträgen über die rockenden Polizisten und das Festival. Auch Sebastian Stipp, Teilnehmer bei The Voice of Germany 2018, war bereits musikalisch als Special Guest vertreten.
Dabei ist der Gedanke bis heute geblieben: Polizist:innen und Bürger:innen sollen sich nicht nur in ihren gesellschaftlichen oder beruflichen Rollen begegnen, sondern als Menschen. Arthendria steht deshalb u. a. für gegenseitigen Respekt, Anerkennung, Kennenlernen und Verständigung. Es geht um einen Schulterschluss, bei dem alle auf einer Seite stehen – unabhängig von Beruf, sozialer, gesellschaftlicher oder wirtschaftlicher Stellung, sexueller Orientierung, Glauben oder ethnischer Herkunft.
Arthendria - abgeleitet vom altgriechischen Athos (Bär) und der für antike Städte typischen Endung "-endria" steht als Synonym für Berlin - das verborgene, geheimnisvolle Fantasie-Reich des Bären. Für einen Abend stehen alle auf derselben Seite und verfolgen ein gemeinsames Ziel: zusammen feiern und gemeinsam helfen. Das, was durch eine Uniform verborgen bleibt kommt hier zum Vorschein, genauso wie die noch im Verborgenen, dem sogenannten Underground existierenden Bands, die sich der Öffentlichkeit präsentieren und einmal die bekannten Headliner von morgen sein könnten. So fördert das Festival nicht nur das Zusammenkommen, sondern stärkt zudem die musikkulturelle Landschaft.
Die Stilrichtungen der Bands variieren und sollen junge und ältere Generation gleichermaßen ansprechen. Das Festival ist ein Rockfestival und steht für handgemachte Musik mehrerer, möglicher Stilrichtungen mit der Hauptausrichtung auf Rock.
Letztlich sind wir alle Menschen. Musik kann uns verbinden, Begegnungen und Verständigung können Vorurteile abbauen – und gemeinsam können wir Dinge für eine friedliche, respektvolle, verständnisvolle und tolerante Gesellschaft tun und gemeinsam für eine Gesellschaft ohne Hass, Gewalt und Extremismus einstehen.
Feiern für den guten Zweck
Mit dem Arthendria Rockfestival verfolgen wir als Veranstalter keine eigene finanzielle Gewinnabsicht. Es werden die über die Summe zur Kostendeckung der Veranstaltung und der damit verbundenen Geschäftskosten hinausgehenden Einnahmen für einen wohltätigen Zweck gespendet. Die Spendensumme ergibt sich hauptsächlich aus den Ticketverkäufen, ehrenamtlichem Engagement und dem Verzicht auf Gewinne, Verdienste und Gagen der Bands, Crew, den Unterstützern und dem Veranstalter. Die Festival-Gäste müssen nicht extra spenden, wie auf einer Spendengala, sondern können einfach einen fantastischen Konzertabend genießen.
Schon mit dem Kauf des Tickets und dem Erleben eines großartigen Konzertabends unterstützen die Festivalgäste Menschen, die Hilfe dringend benötigen. Wer darüber hinaus etwas beitragen möchte, kann dies gerne über die Spendenboxen vor Ort tun. Erwartet wird das aber nicht.

Für jede Ausgabe von Arthendria wird ein neuer gemeinnütziger Spendenempfänger ausgewählt. Dabei suchen wir gezielt nach Einrichtungen und Projekten, bei denen Hilfe unmittelbar ankommt und jeder Euro zählt. Dazu können beispielsweise Kinder-, Jugend- und Erwachsenenhospize, Krebshilfe, Obdachlosenhilfe, Opferschutzeinrichtungen oder konkrete Einzelfallhilfen gehören.
Die Einrichtungen besuchen wir persönlich, um ihre Arbeit kennenzulernen und sicherzustellen, dass die Unterstützung direkt und dort ankommt, wo sie wirklich gebraucht wird.
Noch während des Festivals wird die Spendensumme ermittelt und symbolisch an den jeweiligen Spendenempfänger übergeben.
Ein Festival voller Energie
Die Besucherinnen und Besucher erwartet ein mitreißender Konzertabend mit ambitionierten Bands, bekannten Headlinern und außergewöhnlichen Show- und Rahmenprogrammen, die das Festival zu einem echten Fest machen.
Im Mittelpunkt steht echte, handgemachte Live-Musik – vor allem Rock in seinen unterschiedlichen Ausrichtungen und unterschiedliche Stilrichtungen sorgen dafür, dass mehrere Generationen gemeinsam feiern können.
Auch abseits der Bühne lebt das Arthendria-Festival von den Begegnungen: im Biergarten, am Grill, bei Gesprächen mit Freunden oder beim Kennenlernen neuer Menschen. Am Ende bleibt deshalb mehr als die Erinnerung an einen großartigen Konzertabend: es bleibt das Gefühl, gemeinsam etwas Gutes getan zu haben.